03.09.2010 | permalink
Edeka Nord hat regionale und gentechnikfreie Milch- und Molkereiprodukte mit einem Extragewinn für die Landwirtschaft und Rückverfolgbarkeit für den Verbraucher in ihr Sortiment aufgenommen. Die Handelskette arbeitet bei den Produkten der Regionalmarke 'Unsere Heimat – echt und gut' mit Holsteiner Landwirten und der Osterhusumer Meierei Witzwort zusammen. Mit Hilfe der Chargennummer auf den Frischeprodukten kann der Verbraucher das Produkt rückverfolgen und mehr Details über die Fütterung und Haltungsbedingungen erfahren. Die Meierei erhält 7 Cent pro Liter und mit 69 Cent rangiert sie im mittleren Preissegment.
24.08.2010 | permalink
Raps kreuzt sich leicht aus und die Samen können bis zu 10 Jahre im Boden keimfähig bleiben.
Das zuständige Ministerium des Landes Schleswig-Holstein hat in einem Kurzbericht bekannt gegeben, dass das diesjährig untersuchte Rapssaatgut frei von gentechnischen Verunreinigungen ist. Rechtzeitig vor der Aussaat konnte das Saatgutmonitoring abgeschlossen und in den insgesamt 79 untersuchten Winterrapspartien keine GVO-Anteile nachgewiesen werden. Mit dem Saatgutmonitoring soll ein Inverkehrbringen von Saatgut, das mit gentechnisch veränderten Bestandteilen verunreinigt ist, verhindert werden. Denn durch Pollenflug und ungewollte Beimischung bei Lagerung und Transport, können nicht zugelassene GVOs ins Saatgut gelangen.
18.08.2010 | permalink
Seit April 2009 ist der Anbau des MON 810 in Deutschland verboten.
In Brandenburg säten drei Landwirte auf ihren Feldern Mais aus, der mit dem gentechnisch veränderten Mais NK 603 verunreinigt war. Verbraucherschutzministerin Anita Tack ordnete den Umbruch an. Da der Mais noch nicht in der Blüte war, verhinderte sie damit, dass sich der Pollen ungehindert in der Natur ausbreiten konnte. Das Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in Berlin-Brandenburg begrüßt die Anordnung der Ministerin. Die Initiative macht aber auch darauf aufmerksam, dass Brandenburg trotz des Umbruchs nicht frei vom Gentechnik-Anbau ist. So werden in Falkenberg im Kreis Elbe-Elster gentechnisch veränderte Kartoffeln zu Versuchszwecken angebaut. In Herzberg, ebenfalls Elbe-Elster, gab es ein Versuchsfeld mit herbizidresistentem Mais. Das Feld wurde zerstört.
10.08.2010 | permalink
Offizielles Ohne Gentechnik Logo
Eine Überarbeitung des Gentechnikgesetzes müsse "vor der nächsten Aussaat im Frühjahr passieren", so fordert es Bayerns Umweltminister Markus Söder im SPIEGEL. Sowohl Söder als auch CSU-Parteichef Horst Seehofer wollen die GVOs von den Freistaats-Äckern verbannen. Doch gentechnikkritische CSU-Politiker stehen den Befürwortern in der Schwester-Partei CDU und der Koalition gegenüber. Da auch Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Agro-Gentechnik setzt, bleibt abzuwarten, welche Politik Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner verfolgt.
06.08.2010 | permalink
Käsesorten von Unser Land garantiert gentechnikfrei.
In der Produktpalette heimischer Lebensmittel bietet das Netzwerk Unser Land neben Eiern, Nudeln und Fisch nun auch fünf Käsesorten an, die garantiert gentechnikfrei sind, denn der Verbraucherwunsch nach gentechnikfreien Lebensmitteln nachvollziehbarer Herkunft steigt an. Die Milch für den Käse liefern Milchbauern aus der Umgebung, deren Kühe mit heimischen Futtermitteln garantiert ‚ohne Gentechnik‘ gefüttert werden. Das Netzwerk Unser Land umfasst zehn Solidargemeinschaften in elf Landkreisen rund um München und Augsburg. Es setzt sich für den Erhalt der Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen in der Region ein. Darauf gründet sich die Ablehnung von Agrogentechnik. Schon seit Gründung des Netzwerkes ist die Gentechnikfreiheit des Saatgutes für die Futtermittel in den hauseigenen streng kontrollierten Richtlinien verankert.
30.07.2010 | permalink
Gottfried Glöckner war bis vor ein paar Jahren Landwirt im hessischen Wölfersheim. Einige Jahre baute er auf Versuchsfeldern gentechnisch veränderten Mais an, sogenannten Bt 176 der Firma Syngenta. Dieser ging komplett als Futter an seine Kühe. Viele Kühe starben. Glöckner macht den Gentech-Mais verantwortlich.
29.07.2010 | permalink
Percy Schmeiser und Klaus Freidler
Alb-Gold, der zweitgrößte deutsche Nudelhersteller, wird wie angekündigt auch nach dem plötzlichen Tod von Geschäftsführer Klaus Freidler familiengeführt bleiben. Irmgard Freidler, die Frau des Verstorbenen wird neue Geschäftsführerin des Unternehmens. Auch die beiden Söhne, Oliver und André Freidler steigen mit in die Geschäftsführung ein. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 320 Mitarbeiter und hat als einer der ersten Hersteller in Deutschland die Ohne-Gentechnik-Kennzeichnung eingeführt. Die fortschrittliche Arbeit Klaus Freidlers soll auch in Zukunft weitergeführt werden.
26.07.2010 | permalink
Pfingsten 2006 haben Gentechnikgegner gentechnisch veränderte Gerste eines Versuchsfeldes der Uni Gießen ausgerissen.
Wegen des Herausreißens von gentechnisch veränderten Gersten-Pflanzen muss Jörg Bergstedt für sechs Monate ins Gefängnis. 2006 hatte er das Feld, auf dem die Universität Gießen ein Versuch durchführte betreten und zum Teil zerstört. Im Oktober 2009 wurde er vom Landgericht Gießen zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt, ging jedoch in Revision, weil er überzeugt ist, dass der Versuch nicht rechtens war: Trotz falscher Angaben im Antrag wurden die Gentechnik-Pflanzen freigesetzt. Das Oberlandesgericht in Frankfurt lehnte die Revision ohne Prüfung der Gründe ab.
20.07.2010 | permalink
Percy Schmeiser und Klaus Freidler
Am Sonntag ist der Inhaber und Geschäftsführer der Firma Alb-Gold, Klaus Freidler, unerwartet verstorben. Bereits 1977 stieg Freidler in den Betrieb seines Vaters ein und baute mit Alb-Gold eines der größten Teigwaren-Unternehmen Deutschlands auf. Freidler legte viel Wert auf Kundenorientierung und Transparenz: Aktiv setzte sich das Unternehmen gegen Gentechnik in Lebensmitteln ein. Alb-Gold-Nudeln waren mit die ersten Produkte, die eine Ohne-Gentechnik-Kennzeichnung trugen. Alb-Gold unterstützt außerdem seit Jahren aktiv die Arbeit des Informationsdienstes Gentechnik. In der Trochtelfinger Zentrale wurde ein Kundenzentrum eingerichtet, in dem Besucherinnen und Besucher durch die gläserne Produktion Nudelherstellung live erleben können. Durch die Kooperation mit regionalen Rohstofflieferanten sichert Alb-Gold lokale Arbeitsplätze. Bei der Belegschaft und seinen Partner hinterlässt der Tod Freidlers tiefe Trauer und eine große Lücke. Die Unternehmensgruppe wird auch zukünftig familiengeführt bleiben und die Ziele und Visionen von Klaus Freidler weiterleben.
16.07.2010 | permalink
www.frauen-für-die-vielfalt.de
Der diesjährige Würzburger Friedenspreis geht an die Initiative "Frauen für die Vielfalt". Mit dem Preis werden Gruppen oder Einzelpersonen ausgezeichnet, die sich für bedrohte Menschen oder für die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen. Die Frauen aus Kitzingen engagieren sich für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und für die Vielfalt unserer Nutzpflanzen. Mit der Organisation von Veranstaltungen und Aktionen zeigen die Frauen, wie man für die Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen aktiv werden kann. Am Sonntag, den 18. Juli findet die feierliche Übergabe des Preises im Mainfrankentheater in Würzburg statt.