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Mais Schmetterling Falter
Foto: Jason Prini / flickr, Lizenz: creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0)

Syngenta-Mais: Zu viele schwache Daten

15.05.2015

Der Schweizer Konzern Syngenta hat beantragt, seinen gentechnisch veränderten Mais 5307 als Futtermittel zuzlassen. Doch die EU-Lebensmittelbehörde EFSA konnte die vorgeschriebene Risikobewertung nicht abschließen. Die vom Konzern eingereichten wissenschaftlichen Daten enthielten zu viele Mängel, begründete die Behörde.

Mais 5307 wurde DNA aus Bakterien eingebaut. Dadurch sondert er, wie die meisten gentechnisch veränderten Maispflanzen, ein Gift gegen Insekten ab. Dieses Gift, Cry3.1Ab, wollte die EFSA bewerten. Dafür verlangte sie von Syngenta eine Fütterungsstudie. Ratten sollten das Toxin 28 Tage lang verabreicht bekommen – ein Zeitraum, der aus Sicht vieler Wissenschaftler ohnehin zu kurz ist, um Risiken aufzudecken. Syngenta reichte allerdings Daten aus zwei Experimenten ein. Dadurch ließen sich die Ergebnisse – vor allem etwaige Auswirkungen auf die Leber der Tiere - nicht vernünftig interpretieren, erklärte die EFSA in ihrem Bericht. Außerdem seien zu wenige Ratten verwendet worden.

Eine andere Studie, bei der der Mais 5307 an Masthähnchen verfüttert wurde, ließ die EFSA ebenfalls nicht gelten. Hier seien nur von einem Teil der Tiere Testergebnisse angegeben worden. Zudem habe der Giftgehalt im verabreichten Futter geschwankt, die statistischen Details seien nicht ausreichend gewesen. [dh]