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Export von Agrarrohstoffen (Foto: Oregon Department of Agriculture / flickr, Lizenz: creativecommons.org/licenses/by/2.0)

Sojafarmer werfen Monsanto Rechtsbruch vor

21.04.2015

In Argentinien streiten Sojafarmer und Monsanto seit Längerem über Lizenzgebühren für gentechnisch verändertes Saatgut. Nun werfen mehrere Landwirtschaftsverbände dem US-Gentech-Giganten vor, die komplette Sojaproduktion des Landes kontrollieren zu wollen. Dafür lasse der Konzern Exporte auf sein patentiertes Saatgut überprüfen – und maße sich so staatliche Hoheitsrechte an.

Nur der Staat dürfe solche Kontrollen ihrer Sojalieferungen durchführen, argumentieren die Verbände, darunter beispielsweise die Confederaciones Rurales Argentinas, die nach eigenen Angaben 109.000 Landwirte vertritt. Monsantos Analysen seien daher illegal. Sojaproduzenten sollten keine Verträge mehr unterzeichnen, die Kontrollen durch das Unternehmen erlauben, raten die Organisationen. Exportfirmen forderten sie auf, keine Untersuchungen mehr im Auftrag des Gentechnik-Konzerns durchzuführen.

Monsanto verlangt für die Nutzung seines Gentechnik-Saatguts Lizenzgebühren. Laut der Nachrichtenagentur Reuters geht es im aktuellen Streit um die Sojalinie „Intacta“, die resistent gegen das Herbizid Glyphosat („Roundup“) gemacht wurde und zudem Insektengift freisetzt. Seit 2012 darf die Soja auch als Lebens- und Futtermittel in die EU eingeführt werden, Umweltverbände haben dagegen jedoch Klage eingereicht.

Die argentinischen Verbände fordern nun ein Einschreiten der Regierung. Monsanto wies die Vorwürfe laut Reuters zurück. Man wolle mit den Farmern zusammen arbeiten. [dh]