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McDonald's Burger Fastfood
Foto: ciron810 / flickr, creativecommons.org/licenses/by/2.0/

McDonald's: Verbraucher fordern Gentechnik-Verzicht

22.05.2014

Der Fast-Food-Konzern McDonald's soll bei seinen Produkten künftig auf Fleisch von Tieren verzichten, die mit gentechnisch verändertem Soja oder Mais gemästet wurden. Bereits über 25.000 Verbraucher machen bei einer Emailaktion der Organisation Foodwatch mit. „Bringen Sie Bewegung in Ihr Burgerangebot!“, schreiben sie dem McDonald's Deutschland-Chef Holger Beeck.

Weil es Fleisch aus Fütterung mit transgenen Pflanzen verwende, sei das Unternehmen dafür verantwortlich, dass Millionen Kunden „zwangsläufig die Agrar-Gentechnik unterstützen“, heißt es in der Email. Die Argumentation des Konzerns, es gebe eben nicht genügend gentechnikfreie Futtermittel, will Foodwatch nicht gelten lassen.

Man habe ein Angebot der brasilianischen Firma IMCOPA eingeholt, die gentechnikfreies Sojaschrot anbietet. „Das Unternehmen verschifft jeden Monat über 150.000 Tonnen gentechnisch unverändertes Soja von Brasilien nach Europa. Die Burger-Kühe von McDonald's Deutschland würden 75.000 Tonnen im Jahr benötigen. IMCOPA wäre in der Lage, die Versorgung aller fleischliefernden Landwirte von McDonald's in Deutschland mit gentechnikfreiem Soja dauerhaft sicherzustellen“, muss McDonald's-Chef Beek nun in der Massenmail lesen.

Der Großteil der Gentechnik-Pflanzen, die in Nord- und Südamerika angebaut werden, geht in die industrielle Tiermast – auch in Deutschland. Zuletzt sind auch in der Hähnchenfleischproduktion große Unternehmen aus der gentechnikfreien Fütterung ausgestiegen – auch McDonald's erlaubt seit April wieder Hähnchenfleisch aus Gentech-Fütterung für seine Chickenburger und Nuggets.

Kritiker werfen McDonald's vor, es gehe gar nicht um die Verfügbarkeit von gentechnikfreiem Soja – sondern um den Preis. Dabei würde es nach Einschätzung von Greenpeace pro Chickenburger nur einen Cent mehr kosten, die Tiere weiterhin ohne Gentechnik zu füttern.

„Sie haben die Mittel, den Einfluss und auch die gesetzlich garantierte Möglichkeit, von Ihren Landwirten eine gentechnikfreie Fütterung zu verlangen“, heißt es in der Email von Foodwatch an McDonald's. „Lösen Sie das öffentlich gegebene Versprechen von McDonald's ein, Ihren Gästen echte Vielfalt zu bieten. Kommen Sie Ihrer unternehmerischen Verantwortung gegenüber den Wünschen vieler Ihrer Kunden nach und machen Sie deren zwangsweiser Unterstützung von Gentechnik in der Landwirtschaft ein Ende.“ [dh]