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Brasilianisches Soja für Tierfutter; Foto: Roosewelt Pinheiro/Abr [http://bit.ly/1UNaYle, http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/br/deed.en], via Wikimedia Commons

Deutliche Ablehnung der Agro-Gentechnik erneut bestätigt

29.04.2014

84 Prozent der Bürger in Deutschland sind dafür, gentechnisch veränderte Organismen in der Landwirtschaft zu verbieten. Das ergab eine Studie des Bundesamts für Naturschutz (BfN) zum Thema Naturbewusstsein, die am Montag veröffentlicht wurde. Das Ergebnis deckt sich mit früheren Umfragen von Ministerien und Meinungsforschungsinstituten.

56 Prozent der über 2.000 befragten Erwachsenen ist es demnach „sehr wichtig“, dass der Einsatz von Gentechnik-Organismen in der Landwirtschaft untersagt wird. Weiteren 28 Prozent ist das „eher wichtig“. Nur 7 Prozent ist es „weniger wichtig“, 3 Prozent „überhaupt nicht wichtig“. 6 Prozent wussten keine Antwort. Erst im Dezember hatte eine Umfrage des Bundesagrarministeriums gezeigt, dass sich 83 Prozent der Bürger eine gentechnikfreie Landwirtschaft wünschen.

Weniger konsequent sind Viele aber in ihren Einkaufsentscheidungen: insgesamt hatten laut BfN-Umfrage zwar 68 Prozent im letzten Monat biologisch erzeugte Tierprodukte gekauft. Doch nur neun Prozent gaben an, jedes Mal zu Bio zu greifen. 19 Prozent kauften „häufig“ Bio-Milch, -Käse, -Eier oder -Fleisch und 13 Prozent jedes zweite Mal. Dabei werden gentechnisch veränderte Pflanzen in Europa fast ausschließlich als Futtermittel für Tiere in konventionellen Ställen eingesetzt, sie stammen von den Soja- und Maisplantagen Nord- und Südamerikas. Bei ökologischen Produkten und solchen mit dem Siegel „Ohne Gentechnik“ ist das ausgeschlossen. [dh]