Nachricht

!! Unterstützung unserer Arbeit !!

Alle Informationen dieser Seite sind für Sie kostenlos. Zur Finanzierung unserer redaktionellen Arbeit sind wir jedoch auf Spenden angewiesen. Helfen Sie uns dabei, Sie weiterhin mit Gentechnik-Nachrichten zu versorgen.

So können Sie uns unterstützen

Lidl Eier Aktion
Gentechnik-Futter auch bei Ostereiern vom Discounter (Foto: Greenpeace Berlin)

Verbraucher würden für Gentechnikfrei mehr zahlen

14.04.2014

Die Verbraucher in Deutschland sind bereit, für Eier und Hühnerfleisch mehr zu bezahlen, wenn keine Gentechnik verfüttert wird. Das zeigt eine Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag von Greenpeace. Die Umweltorganisation protestierte am Wochenende erneut vor Lidl-Filialen wegen des Einsatzes von Gentechnik-Futter bei Eigenmarken des Discounters.

Von den 1.000 Befragten wünschen sich 93 Prozent, dass Eier und Fleisch aus Gentech-Fütterung entsprechend gekennzeichnet werden. Bislang gibt es hier eine Lücke in der Deklarationspflicht. Fast 80 Prozent plädieren generell für eine gentechnikfreie Fütterung der Tiere. Dafür würden viele Verbraucher wohl auch mehr bezahlen, wie Forsa herausfand. 85 Prozent würden 10 Cent oder mehr zusätzlich für ein Hähnchen bezahlen, das nicht mit Gentechnik-Pflanzen gefüttert wurde. Über 60 Prozent würden sogar 50 Cent mehr bezahlen. Nötig wären laut Greenpeace nur circa 8 Cent pro Hähnchen.

Auch für Eier würden die Befragten mehr bezahlen, wenn keine Gentechnik im Futtertrog war: 85 Prozent erklärten sich bereit, ein Cent oder mehr zusätzlich für ein gentechnikfreies Ei zu berappen. Nötig wären der Greenpeace-Schätzung zufolge nur 0,13 Cent.

Teile der Lebensmittelindustrie steuern derzeit aber in die andere Richtung. Große Geflügel- und Eierproduzenten haben sich aus der gentechnikfreien Fütterung verabschiedet, bei den Supermärkten garantieren nur wenige, dass bei ihren Eigenmarken keine Gentechnik verfüttert wird. „Die Wünsche der Verbraucher sind eindeutig und werden vom Handel schlichtweg ignoriert“, sagte Stephanie Töwe, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace. „Lidl, Aldi und Co müssen jetzt handeln und ihre Produkte frei von Gentechnik halten.“ [dh]