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Kosmetik
Foto: Egahen / stock.xchng

L'Oréal nutzt synthetische Biologie für Kosmetik

10.02.2014

L'Oréal setzt auf synthetische Biologie, eine Weiterentwicklung der Gentechnik. Zusammen mit dem schweizerischen Biotechnologie-Firma Evolva entwickelt der französische Kosmetikkonzern Hefestämme mit gentechnisch veränderter oder künstlich geschaffener DNA – so sollen neue Inhaltsstoffe gewonnen, die Produktion „strategisch wichtiger“ Bestandteile billiger werden. Um welche Stoffe es genau geht, teilten die Unternehmen nicht mit.

Laut dem für genveränderte Hefen zuständigen L'Oréal-Manager Luc Aguilar könnte die „Biotechnologie-Plattform für Hefeentwicklung, -optimierung und -fermentation zur Entwicklung neuer kosmetischer Inhaltsstoffe führen, die für unsere Kunden einen echten Durchbruch darstellen.“ Dafür erhält Evolva von dem milliardenschweren Konzern Forschungsgelder in nicht bezifferter Höhe, dazu kommen Bonuszahlungen, wenn bestimmte Ziele erreicht werden – diese werden ebenso wenig näher erläutert. Bis Ende 2016 soll das gemeinsame Projekt abgeschlossen sein, erklärten die Firmen in einer heutigen Pressemitteilung.

Evolva ist auf die Entwicklung von Gentechnik-Hefestämmen für bestimmte Industriezwecke spezialisiert. Den Hefen werden Gene aus anderen Stämmen oder anderen Organismen eingebaut, bis sie aus einem Ausgangsstoff, beispielsweise Zucker, den gewünschten Stoff herstellen. Die neuen Gene kommen laut Evolva aus verschiedenen anderen Spezies – die herkömmliche Gentechnik - oder sie werden komplett künstlich zusammengebaut. In diesem Fall spricht man von synthetischer Biologie. Das Unternehmen aus der Schweiz stellt so nicht nur Hefen für die Kosmetikindustrie her, sondern auch für die Produktion von Zusatzstoffen für Lebensmittel, beispielsweise Vanille- oder Safranaromen. [dh]