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Mais Ernte Farmer
Maisernte (Foto: Niels Linneberg / flickr, CC BY-NC-SA 2.0)

US-Bundesbank ruft Gentechnik-Farmer zu Vorsicht auf

10.12.2013

Angesichts aktueller Verunreinigungsfälle mit gentechnisch verändertem Mais hat ein hochrangiger US-Bundesbanker Landwirte dazu aufgerufen, internationale Standards einzuhalten. Auf einem Landwirtschaftskongress am Montag warnte er, es könne sonst zu protektionistischen Maßnahmen in wichtigen Exportmärkten kommen. Kurz zuvor hatten chinesische Behörden auf Gentechnik-Standards gepocht. Gleichzeitig plädierte der Bankpräsident für die Fortsetzung der „Revolution der Gentechnik“ und für freien Handel mit Agrarprodukten.

„Ich will keine Diskussion mit Grünen und Umweltschützern“, stellte Richard W. Fisher, der Präsident der US-Bundesbank für Texas und Teile von Louisiana und New Mexico, in seiner Ansprache beim „Ag Summit“ in Chicago klar. „Ich möchte nur vorschlagen, dass Sie sich überlegen, wie sie international vereinbarte Standards für Gentechnik einhalten könnten.“ Fisher bezog sich dabei auf große Liefermengen von Mais aus den USA, die derzeit nicht wie geplant nach China eingeführt werden können, weil darin eine gentechnisch veränderte Sorte entdeckt wurde. Der Gentech-Mais MIR162 des schweizerischen Konzerns Syngenta ist in den USA und der EU als Futtermittel erlaubt, in China bislang jedoch nicht.

Fisher sorgt sich um die Exportwirtschaft der Vereinigten Staaten, in denen bei Mais, Soja und Baumwolle überwiegend Gentechnik-Sorten angebaut werden. Verunreinigungsfälle könnten zu mehr Protektionismus führen – und der sei „der sicherste Weg in die ökonomische Hölle“. Vielmehr bräuchten Landwirte freien Handel, genauso wie Maschinenhersteller, Düngerproduzenten und andere Firmen des Agribusiness. Die US-Landwirtschaft könne im Wettbewerb jede Konkurrenz überflügeln, so Fisher. Die USA verhandeln zurzeit mit der Europäischen Union über ein Freihandelsabkommen. Dabei steht die Öffnung des Agrarbereichs – und auch die vereinfachte Zulassung von Gentechnik-Pflanzen – für Washington an oberster Stelle. [dh]