Nachricht

Bienen
Der Schutz des Honigs vor Verunreinigungen bedarf gesetzlicher Regelungen. Foto: Bild: Maja Dumat/pixelio.de

Imker fordern von neuer Regierung mehr Schutz vor Gentechnik

14.11.2013

Anlässlich der Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und SPD fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Imkerverband Mellifera mehr Schutz vor Gentechnik. Bisher hat es die Politik versäumt, klare Regeln zum Schutz der Bienen und des Honigs vor Gentechnik aufzustellen. Engagierte Imker kämpfen daher seit Jahren vor Gericht für die Reinhaltung ihre Produkte. Allerdings lehnte das Bundesverwaltungsgericht im Oktober einen entsprechenden Antrag ab.

Umso mehr sei jetzt die Politik gefragt, wirksame Regeln wie zum Beispiel größere Sicherheitsabstände vorzuschreiben. Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger betont den „hohen volkswirtschaftlichen Nutzen von zwei Milliarden Euro pro Jahr“ durch die Bestäubungsleistung der Bienen. Da Verbraucher und Handel Honig ablehnen, der mit gentechnisch verändertem Pollen verunreinigt ist, sollen Imker vor wirtschaftlichen Risiken geschützt werden, so die Meinung der Verbände. Abstände von Feldern, auf denen gentechnisch veränderte Pflanzen wachsen, zu Bienenstöcken müssten sich am Flugradius der Bienen orientieren. Laut Thomas Radetzki, Vorstand von Mellifera, sind Entfernungen von fünf Kilometern ausreichend, um Imkereiprodukte vor Gentechnik zu schützen. Sorge bereitet den Imkern zudem, dass neue Sorten von gentechnisch verändertem Mais für den Anbau in der EU zugelassen werden sollen. Hoffnung wird daher auf die SPD gesetzt, die laut einer dpa-Meldung den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen verbieten will. [sk]