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Feldbefreiung in Belgien
In Wetteren (Belgien) protestierten Hunderte gegen den Versuchsanbau einer Genechnik-Kartoffel, die für den menschlichen Verzehr zugelassen werden soll (Foto: Belgian Field Liberation Movement)

Belgische Aktivisten bekommen Bewährungsstrafen

24.09.2013

Gegen elf Aktivisten aus Belgien, die vor zwei Jahren ein Feld mit Gentechnik-Kartoffeln verwüsteten, wurde heute in Dendermonde das Urteil gefällt. Die Angeklagten wurden zu Haftstrafen zwischen drei und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt, berichtet die Gruppe „Field Liberation Movement“ auf ihrer Website. Außerdem müssen sie Geldstrafen zahlen und die Gerichtskosten übernehmen, insgesamt über 25.000 Euro.

Bezüglich des Strafmaßes zeigten sich die Aktivisten, die mit einem harten Urteil gerechnet hatten, laut dem Bericht zwar erleichtert. Sorge macht ihnen jedoch die Bewertung ihrer Protestaktion als „organisiertes Verbrechen“ durch die Richter. Das sei völlig unverhältnismäßig, kritisierte eine der Verurteilten. Im Übrigen sei das zu Versuchszwecken angelegte Gentechnik-Feld nach der Zerstörung von einem anderen Gericht als illegal eingestuft worden. Es hatte keine gültige Genehmigung der Behörden. Die Anwälte der Aktivisten wollen Berufung gegen das Urteil einlegen. Ein früheres Urteil war auch von Rechtswissenschaftlern kritisiert worden, da wichtige Zeugen der Verteidigung nicht gehört worden waren. [dh]