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Alfalfa
Alfalfa bzw. Luzerne gehört zu den Hülsenfrüchtlern - sie wird meist an Vieh verfüttert (Foto: Ivar Leidus / wikimedia, http://bit.ly/1sBGm02, bearbeitet durch Infodienst, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

US-Behörde bestätigt Gentechnik-Verunreinigung bei Alfalfa

18.09.2013

Die Ernte eines konventionellen Alfalfa-Bauern im US-Bundesstaat Washington war gentechnisch verunreinigt. Das bestätigte das Landwirtschaftsministerium nach Untersuchungen. Aktiv werden will die Behörde laut Nachrichtenagentur Reuters aber nicht – das solle der Markt regeln. Zuvor hatte ein Exportunternehmen die Lieferung des betroffenen Landwirts zurückgewiesen, weil darin herbizidresistente Luzerne festgestellt worden war.

Alfalfa bzw. Luzerne werden in den USA großflächig als Futtermittel angebaut. Seit einigen Jahren dürfen auch gentechnisch veränderte Sorten angebaut werden. Sie sind resistent gegen das Spritzmittel Glyphosat, das der Konzern Monsanto unter dem Namen „Roundup“ vertreibt. Der Landwirt aus dem Staat Washington hatte konventionelle, nicht-modifizierte Luzerne angebaut und zum Export nach Asien vorgesehen. Der Händler nahm die Lieferung aber nicht ab, da er in ersten Tests Hinweise auf Gentechnik gefunden hatte. Das wurde nun vom Agrarministerium bestätigt. Das Ausmaß der Verunreinigung wurde von der Behörde nicht beziffert. Es gehe jedoch um kleine Mengen der Gentechnik-Alfalfa in der Ernte. Laut Reuters raten Experten Landwirten, die keine gentechnisch veränderten Pflanzen anbauen wollen, dennoch dazu, das Saatgut vorher testen zu lassen. Ansonsten drohten Probleme beim Export, da viele Abnehmerländer, vor allem Asien, keine transgene Sorten einführen wollen. [dh]