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Video World Berlin Snacks
Greenpeace-Aktivisten protestierten vor Video-World-Filiale in Berlin gegen Gentechnik-Snacks (Foto: Greenpeace Berlin)

Gentechnik-Snacks in Videotheken

09.09.2013

In Berlin hat Greenpeace erneut gegen den Verkauf von Snacks mit gentechnisch veränderten Zutaten in Videotheken protestiert. Circa 40 Aktivisten errichteten am Samstag eine symbolische Absperrung vor einer Filiale von „Video World“ im Bezirk Schöneberg. Greenpeace kritisiert, dass in den Filialen der Kette Schokoriegel aus den USA angeboten werden, die Gentechnik-Soja und -Mais enthalten.

Wenig einsichtig habe sich Video World bislang gezeigt, beklagte Greenpeace Berlin-Sprecher Martin Hausding gegenüber dem Infodienst. Zwar habe das Unternehmen auf Druck der Organisation, die bei früheren Aktionen hunderte Unterschriften von Kunden sammelten, endlich die gesetzlichen Bestimmungen erfüllt und die Import-Snacks mit dem Hinweis auf möglicherweise gentechnisch veränderte Zutaten versehen. Die Einhaltung dieser Kennzeichnungspflicht werde von Greenpeace regelmäßig überprüft. Doch nehmen die Kunden diese kleinen Aufkleber überhaupt war? Hausding hat da seine Zweifel. Er drängt darauf, die Gentechnik-Süßigkeiten ganz aus dem Sortiment zu nehmen.

Dass das möglich ist, hat sich bereits gezeigt. So reagierte eine Video-World-Filiale in Berlin-Mitte als Erste schon 2011 auf den Protest und stellte den Verkauf von Snacks mit Gentech-Zutaten ein. Ein anderer Videothekenbetreiber aus Düsseldorf zog nach. Und auch einige Tankstellen und Edeka-Märkte sortierten in den letzten Jahren solche Süßigkeiten aus. In der Europäischen Union besteht eine Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Zutaten in Lebensmitteln. In den USA, woher viele Snacks importiert werden, ringen Politik, Wirtschaft und Verbraucherorganisationen hingegen seit Jahren um ein entsprechendes Gesetz. [dh]