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China Fleisch
In China steigt der Fleischkonsum rasant - dafür sind enorme Mengen Futtermittel nötig, auch aus Gentechnik-Produktion (Foto: Chelsea Marie Hicks / flickr, CC BY 2.0)

Für Fleisch: China kauft erstmals Gentechnik-Mais aus Argentinien

07.08.2013

Um den stark steigenden Fleischkonsum des Landes zu ermöglichen, importiert China bereits große Mengen transgenes Soja und Mais aus den USA und Südamerika. Nun wird kommt auch gentechnisch veränderter Mais aus Argentinien dazu. Eine Schiffsladung von 60.000 Tonnen sei bereits gelöscht worden, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

Argentinien exportiert jedes Jahr große Mengen Soja und Mais als Futtermittel für die Viehhaltung, insbesondere nach Europa. Anders als in Brasilien gibt es in dem südamerikanischen Land kaum noch Felder, auf denen keine genmodifizierten Soja- und Maispflanzen wachsen. Eine Folge davon ist ein sehr hoher Verbrauch von Unkrautvernichtungsmitteln, gegen die viele der Gentech-Pflanzen resistent gemacht sind.

Nun wird der transgene Mais aus Argentinien auch nach China verschifft, in diesem Fall durch den Agrarhandelskonzern Bunge. Man habe jahrelang versucht, Zugang zu zu den Märkten des Wirtschaftsgiganten zu erlangen, sagte der argentinische Landwirtschaftsminister Norberto Yauhar. „Die chinesischen Behörden haben uns jetzt endlich rein gelassen und einen potenziell riesigen Markt für unseren Mais geöffnet“, freute sich der Minister. Welche Sorte geliefert wurde, wurde nicht bekannt. China hat mehrere Gentech-Mais-Arten genehmigt, darunter solche von Monsanto, Syngenta und Bayer.

In China selbst wird zwar mehr und mehr Mais und Soja angebaut, um den heimischen Bedarf zu decken. Gentechnische Sorten sind aber nicht darunter. Auch vor der Freigabe von transgenem Reis schreckte die Regierung bisher zurück – Grund ist die skeptische Haltung chinesischer Wissenschaftler und der wachsenden Mittelschicht. Die Baumwollproduktion des Landes ist dagegen zu weiten Teilen auf Gentechnik umgestellt. [dh]