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Good Food March Brüssel
Aus ganz Europa wanderten Demonstranten für eine bessere Landwirtschaft nach Brüssel (Foto: Good Food March)

Am Ziel: Wander-Demonstranten für eine bessere Landwirtschaft

19.09.2012

Heute endete der Good Food March für eine bessere Landwirtschaft vor dem EU-Parlament in Brüssel. Hunderte Menschen demonstrierten vor dem Abgeordnetenhaus für eine tiefgreifende Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU. Teilnehmer aus 20 europäischen Ländern waren seit Wochen zu Fuß, auf dem Fahrrad oder per Traktor unterwegs, bevor sie zusammen die belgische Hauptstadt erreichten.

Vor dem Parlamentsgebäude fand zum Abschluss ein großes Brunch mit biologischen, regionalen und saisonalen Produkten statt. Dabei und während anschließender Workshops konnten sich die Teilnehmer untereinander, mit interessierten Bürgern und mit einigen EU-Abgeordneten austauschen.

Zuvor hatten sie in den letzten Wochen allerdings weite Strecken zurückzulegen. Aus verschiedenen Himmelsrichtungen liefen und radelten die Demonstranten in Richtung Brüssel. Auf dem Weg schlossen sich nach und nach weitere Menschen an, darunter auch viele Bauern. Eine der Organisatorinnen der Aktion, die Ziegenhalterin Regine Holloh, erklärte: „Wir sind 900 Kilometer von München nach Brüssel gereist, um klar zu machen, dass die Zeit reif ist für eine neue Politik, die es uns jungen Landwirten ermöglicht, die Leute in Europa mit grüneren, besseren und gerechter erzeugten Lebensmitteln zu versorgen. Das Europäische Parlament und die Europäische Kommission müssen gutes Essen und gute Landwirtschaft unterstützen, und diese vor die Interessen der Ernährungsindustrie stellen.“

Anfang letzter Woche hatten die in Deutschland gestarteten Demonstranten bereits einen besonderen Zwischenstopp eingelegt. Vor der Zentrale des Agrochemiekonzerns BASF in Ludwigshafen blockierten sie zwei Stunden lange den Eingang zum Gelände und forderten das Unternehmen auf, die Entwicklung von Gentechnik-Pflanzen zu stoppen und auf umweltverträglichere Produkte zu setzen. BASF hat bei der EU die Zulassung einer neuen Gentechnik-Kartoffel namens „Fortuna“ beantragt, die beispielsweise zu Pommes frites verarbeitet werden soll.