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Baumwolle
Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt ist gentechnisch verändert

Indischer Bundesstaat verbietet Gentech-Baumwolle

10.08.2012

Das Landwirtschaftsministerium des indischen Bundesstaats Maharashtra hat offenbar den Handel mit gentechnisch verändertem Bt-Baumwollsaatgut des Unternehmens Mahyco untersagt. Dies berichten indische Medien unter Berufung auf eine Meldung der Nachrichtenagentur IANS. Das Verbot sei mit sofortiger Wirkung gültig.

Der zuständige Minister, Radhakrishna Vikhe-Patil, lässt damit früheren Drohungen in Richtung der Gentechnikunternehmen Taten folgen. Begründet wurde das Handelsverbot mit der minderen Qualität der gentechnisch veränderten Baumwolle. Zuvor hatte das Landwirtschaftsministerium der Firma Mahyco, einem indischen Partner des US-Agrochemiekonzerns Monsanto, bereits vorgeworfen, gegen Vorschriften verstoßen zu haben. Kishore Tiwari, Vertreter einer bäuerlichen Interessengemeinschaft, kommentierte: „Das ist ein mutiger Schritt des Agrarministers und beweist, dass die Regierung nicht unter dem Druck der MNC [engl. Abk. für multinationale Unternehmen, Anm. d. Red.] eingeknickt ist.“ Umwelt-, Verbraucherschutz- und Bauernverbände fordern in Indien seit Längerem die Rückkehr zu traditionellem, gentechnikfreien Saatgut.

Andere Anbieter können ihre Varianten der Gentech-Baumwolle aber vorerst weiter verbreiten. Mahyco hatte in Maharashtra laut einem Medienbericht einen Marktanteil von fünf Prozent.