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Schweine
Gentechnikfreie Fütterung ist gesünder und letztlich billiger. Bild: Kurt Michel/pixelio.de

Schweinezüchter erntet Gewinne aus gentechnikfreiem Soja

02.05.2012

Ein dänischer Bericht über die positiven Folgen der Umstellung auf gentechnikfreie Fütterung eines konventionellen Schweinezüchters hat für große Aufregung gesorgt. Das dänische Zentrum für Schweinezucht „Videncenter for Svineproduktion“ (VSP) hat daraufhin beschlossen, eine Fütterungsstudie durchzuführen. Ein weiterer Landwirt hat die Beobachtungen zu Gesundheitsgefahren durch Gentechnik-Soja bestätigt. Gegenüber dem dänischen Landwirtschaftsblatt „Effektivt Landbrug“ berichtete der Schweinezüchter Ib Borup Pedersen von der sofortigen Verbesserung des Gesundheitszustandes seiner Sauenherde durch die Umstellung auf gentechnikfreies Soja. Zu seinen Beobachtungen zählen: das Ausbleiben von Durchfallerkrankungen, eine höhere Ferkelzahl, einfacheres Abferkeln, weniger Totgeburten und kräftigere Ferkel. Allein die Einsparung der Medikamente deckt die Mehrkosten für gentechnikfreies Soja. Der Landwirt vermutet, dass die negativen Effekte der Gentechnik-Fütterung auf die Rückstände von Glyphosat in der Gentechnik-Soja zurückzuführen sind. Da es sich um Beobachtungen handelt, sind die Daten statistisch nicht belastbar. Das menschliche Magen-Darm-System ist dem von Schweinen sehr ähnlich, die Beobachtungen daher von besonderer Brisanz. Das dänische Zentrum für Schweinezucht hat nun beschlossen, die Magen-Darm Gesundheit von Schweinen mit Gentechnik- und gentechnikfreier Fütterung zeitnah zu vergleichen. Schon im Herbst 2012 wird die Studie von VSP gestartet. Kritiker bemängeln jedoch das Studiendesign, denn der Versuchszeitraum berücksichtigt nicht alle Wachstumsphasen, in denen toxische Effekte ausgelöst werden können. Ob garantiert ist, dass das gentechnikfreie Soja wirklich glyphosatfrei ist, bleibt offen. Die Kritiker sind dennoch froh. Mit der Veröffentlichung des Versuchs gibt das Forscherteam weiteren Spezialisten die Möglichkeit Kommentare abzugeben.