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Honig
Honig kann leicht durch Gentech-Pollen verunreinigt werden

Brasilianischer Honigsektor will Gentechnikanbau kontrollieren

22.02.2012

Vertreter der brasilianischen Regierung und des Honigsektors haben sich am Montag den 13. Februar in Brasilia getroffen, um den Anbau von Gentechnik-Pflanzen zu diskutieren. Die Imker fürchten Honig-Marktanteile in der Europäischen Union wegen der strikten Gesetzgebung hinsichtlich gentechnisch veränderter Organismen (GMO) zu verlieren. Letztes Jahr wurden bei einer Inspektion Spuren von gentechnisch verändertem Pollen in ausgelieferten Produkten gefunden. Laut des Präsidenten des brasilianischen Honigverbandes, Jose Cunha, will die Industrie den Anbau in den Regionen im Süden und Mittelwesten, wo Gentechnik-Pflanzen normalerweise wachsen, überwachen. Er sagte: „Wir wollen wissen, wo Gentechnik angewendet wird und kämpfen für die Erhaltung von gentechnikfreien Zonen wie den semiariden Gebieten Brasiliens, dem Amazonasgebiet und anderen Regionen.“

Brasilien exportiert 25.000 Tonnen Honig pro Jahr, der Export könnte aber auf eine Kapazität bis 100.000 Tonnen anwachsen. Der brasilianische Hausgebrauch liegt bei 120 Gramm pro Person, soll aber auf ein Kilo gesteigert werden. Brasilien reiht sich in die Proteste der Imker in Südamerika ein, die um ihre Honigproduktion durch den Einsatz von Gentechnik fürchten. Chile, größter Honigproduzent für den europäischen Markt, hat erst vor einigen Wochen ein Standortregister eingeführt.