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Vandana Shiva
Vandana Shiva, Trägerin des alternativen Nobelpreises, kämpft seit Jahren in Indien und weltweit gegen Agro-Gentechnik.

Report zeigt weltweites Versagen der Gentechnik

07.12.2011

Trägerin des alternativen Nobelpreises, Vandana Shiva, lobte heute anlässlich einer Pressekonferenz zum neuen Statusreport der globalen Zivilgesellschaft zu gentechnisch veränderter Organismen den Widerstand der gentechnikkritischen Bewegung in Europa. Die Inderin betonte den hohen Stellenwert des europäischen Marktes für Gentechnik-Produkte. Der Report „The GMO emperor has no clothes“ macht deutlich, dass sich die Ankündigungen der Agro-Gentechnikindustrie als leere Versprechungen entpuppen. Durch den Einsatz von Gentechnik-Pflanzen sind weder die Erträge gestiegen, noch die Menge an Pestiziden gesunken. Der Gentechnik-Anbau liefert keinen Beitrag zur Lösung des Hungerproblems – ganz im Gegenteil, die Zahl der Hungernden steigt weiterhin. Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast saß mit auf dem Podium und sah sich in ihrer Haltung bestätigt, in der Gentechnikfreiheit einen Wettbewerbsvorteil durch höhere Qualität zu sehen. Künast forderte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf, sich weiterhin für ein Verbot des Gentechnik-Maises einzusetzen. Auch Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE sieht in der Gentechnik keine Wunderwaffe gegen den Welthunger. In einer Pressemitteilung anlässlich der Konferenz erklärte sie: „Gentech-Pflanzen werden oft für den Export angebaut und verdrängen damit einheimische Nahrungsmittelproduktion vom Acker“.

Ebenso bestätigte die SPD auf ihrem jüngsten Parteitag erneut die kritische Haltung gegenüber der Agro-Gentechnik. In einem Beschluss vom Montag erklärt sie die klare Ablehnung des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen. Er sei nicht kontrollierbar, werde von der Bevölkerung nicht akzeptiert und seine langfristigen Folgen seien wissenschaftlich noch nicht geklärt.