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Die EFSA-Risikobewertung von Gentechnik-Pflanzen ist umstritten (Bild: Testbiotech)

Report zeigt mangelnde Risikoabschätzung bei Gentech-Pflanzen

30.06.2011

Ein diese Woche veröffentlichter Bericht des Vereins Testbiotech zeigt anhand von Daten der Industrie, wie unzureichend die Sicherheitsprüfung von gentechnisch veränderten Pflanzen in der EU vorgenommen wird. Testbiotech analysierte dafür Untersuchungsberichte, die für die Zulassung des gentechnisch veränderten Maises SmartStax der Firmen Monsanto und Dow AgroScience bei der Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) eingereicht wurden. Soll eine gentechnisch veränderte Pflanze in der EU zugelassen werden, muss sie vorher von der EFSA als sicher eingestuft werden. Die Behörde prüft dafür Dokumente, die ihr von den antragstellenden Unternehmen vorgelegt werden. SmartStax produziert sechs verschiedene Insektengifte und ist gegen zwei Pflanzengifte resistent. Er wurde durch Kreuzung verschiedener gentechnisch veränderter Maispflanzen hergestellt. Die Hersteller haben in der EU einen Zulassungsantrag für den Import als Futter- und Lebensmittel gestellt. Die für SmartStax eingereichten Unterlagen sind laut Testbiotech ungeeignet, eine Risikoabschätzung vorzunehmen. Beispielsweise gibt es keine Fütterungsstudien, die Risiken für Mensch und Umwelt ausschließen. Die EFSA-eigenen Richtlinien schreiben dies auch nicht vor. Problematisch bewertet Testbiotech die Kombination der verschiedenen Giftstoffe, die die Pflanze produziert. Doch für deren Prüfung hat die EFSA häufig nicht den SmartStax selbst getestet, sondern lediglich Tests mit den Gentechnik-Pflanzen herangezogen, durch die der SmartStax durch Kreuzung hergestellt wurde. Diese produzieren laut Testbiotech jedoch einzeln genommen viel weniger Giftstoffe als der SmartStax selbst.