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Maisblüte
Maispollen können kilometerweit fliegen. (Foto: Simone Knorr)-+-

Sieben Prozent der Mais-Proben mit Gentechnik verunreinigt

04.05.2011

Dieses Jahr sind in sieben Prozent der 417 Mais-Saatgut-Proben in elf Bundesländern Spuren von Gentechnik gefunden worden. Die Verunreinigungen stiegen in den letzten Jahren an. Laut einer Presseerklärung von Greenpeace und Bioland waren vor drei Jahren nur 2.1 Prozent der Proben mit gentechnisch veränderten Organismen vermischt. Der Mais kann durch Insekten, Pollen oder durch Lagerung und Transport der Ernte verunreinigt werden. Letztes Jahr wurde ein Saatgut-Skandal ausgelöst, weil Behörden die Ergebnisse der Tests nicht rechtzeitig bekannt gaben. Mehrere Landwirte hatte die mit Gentechnik verunreinigte Saat bereits ausgebracht und mussten ihre Pflanzen dann umbrechen. Da die Behörden dieses Jahr die Tests rechtzeitig durchgeführt haben, konnte das Saatgut vor der Aussaat zurückgerufen werden. In Bayern wurden am meisten Verunreinigungen gefunden (7,9%). Greenpeace und Bioland fordern die Beibehaltung der strengen Null-Toleranz für das Saatgut. Die regelmäßige Verschmutzung sei nicht akzeptabel. Im März sprach sich der Bundesrat in einer Abstimmung mehrheitlich gegen die Aufweichung der Saatgutreinheit aus, nachdem es bundesweite Proteste gegeben hatte.