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Gentechnik-Lobby-Organisation wegen Verleumdung verurteilt

18.01.2011

Der französische Wissenschaftler Gilles-Eric Séralini hat vor Gericht einen Sieg errungen. Die Pro-Gentechnik Organisation l’Association française des biotechnologies végétales (AFBV) muss 1000 Euro Bußgeld wegen Verleumdung und die 4000 Euro Gerichtskosten zahlen. Seralini ist ein international anerkannter Wissenschaftler, der kritische Studien zur den Gefahren von Gentechnik-Pflanzen und Pestiziden erstellt. In Indien trugen seine Forschungsergebnisse zu einem Moratorium von Gentechnik-Auberginen bei. Er ist jedoch massiven Angriffen und Diffamierungen seiner Arbeit ausgesetzt. Im Herbst letzten Jahres beschloss Seralini zusammen mit mehrere Forscherkollegen, vor Gericht zu ziehen. Die AFBV hatte Seralinis Arbeit in Schreiben an die Presse als unwissenschaftlich abgewertet und behauptet, er würde nur Angst schüren. „Das erste Mal, dass ein Whistleblower nicht in der Defensive sondern in der Offensive ist“, freut sich Corinne Lepage, Präsidentin der unabhängigen Forschergruppe CRIIGEN.