Nachricht

!! Unterstützung unserer Arbeit !!

Alle Informationen dieser Seite sind für Sie kostenlos. Zur Finanzierung unserer redaktionellen Arbeit sind wir jedoch auf Spenden angewiesen. Helfen Sie uns dabei, Sie weiterhin mit Gentechnik-Nachrichten zu versorgen.

So können Sie uns unterstützen

Mais nah
Die genaue Wirkung von Gentech-Mais ist unklar. (Photo:Infodienst)

Grünes Licht für ungetesteten Gentechnik-Mais

04.11.2010

Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA spricht sich für die Zulassung eines gentechnisch veränderten Mais aus, der laut Testbiotech so gut wie gar nicht getestet wurde. Der sogenannte SmartStax-Mais der Firmen Monsanto und Dow AgroSciences ist in den USA bereits zum Anbau zugelassen. Er wurde durch Kreuzungen mehrerer gentechnisch veränderter Pflanzen entwickelt und produziert sechs verschiedene Bt-Insektengifte. Außerdem ist er gegen zwei Pflanzengifte resistent. Die EFSA hat den Gentechnik-Mais als sicher bewertet, ohne Test für die Sicherheitsprüfung zu verlangen. Die Behörde stützt sich ausschließlich auf die Risikobewertung der Ausgangspflanzen, die für die Kreuzung verwendet wurden. Testbiotech kritisiert diese Handhabung scharf. Denn Untersuchungen zeigen, dass durch die Kombinationen verschiedener Bt-Insektengifte deren Wirkung erheblich verstärkt werden können. "Die EFSA befürwortet generell die Marktzulassung von Stacked Events, ohne dass diese Pflanzen zuvor auf gesundheitliche Risiken untersucht worden sind. Der Markt der EU droht so mit gentechnisch veränderten Pflanzen überschwemmt zu werden, die nie auf ihre Unbedenklichkeit getestet wurden", erklärt Christoph Then von Testbiotech. Die EFSA steht schon lange in der Kritik, weil Entscheidungen stehts pro Gentechnik ausfallen und EFSA-Mitarbeitern des Öfteren Verstrickungen mit der Gentechnik-Industrie nachgewiesen wurden.