EU-Bürgerinnen und -Bürger wollen keine Gentechnik!

Bereits 2009 fand die Aktion  Gentechnik-Alarm: Stop the Crop europaweit tatkräftige Unterstützung. Es galt, die Zulassung von zwei neuen gentechnisch veränderten Maissorten (Bt 11 und 1507) zu verhindern und die nationalen Anbauverbote für den gentechnisch veränderten Mais MON 810 von Monsanto aufrechtzuerhalten. Wie Sie alle wissen, waren wir damals sehr erfolgreich: Nachdem die EU-Kommission in der Abstimmung eine deutliche Niederlage hinnehmen musste, gab sie vorerst alle Bemühungen auf, den Gentechnik-Anbau in Europa weiter voranzutreiben.

Gentechnik-Alarm: Stop the Crop geht in die zweite Runde!

Der neue Gentechnik-Kommissar der Europäischen Union, John Dalli, macht Ernst: Zum ersten Mal seit 1998 hat er jetzt eine Gentechnik-Pflanze für den Anbau in Europa zugelassen. Der Gentechnik-Kartoffel „Amflora“ von BASF sollen bald weitere Zulassungen für Gentechnik-Mais folgen.

Die Bundesregierung steht hinter dieser neuen Linie der EU-Kommission. Für den Anbau 2010 ist es zwar zu spät. Aber wenn wir uns jetzt nicht wehren, werden BASF, Monsanto und Syngenta auch gegen den Willen der Bevölkerung im nächsten Frühjahr Europa mit ihren Gentechnikprodukten überschwemmen.

Schreiben Sie jetzt an Frau Aigner und Herrn Röttgen, unterstützen Sie die  Petition an die Europäische Kommission und fordern Sie ein Moratorium für die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen.

Europa braucht keine Gentechnik auf dem Acker und auf dem Teller! Helfen Sie mit, dass auch die neue EU-Kommission und die neue Bundesregierung dies verstehen.

Machen Sie mit bei der E-Mail-Aktion!

(Diese E-Mail geht an Verbraucherministerin Aigner und an Umweltminister Röttgen sowie in Kopie an den EU-Kommissionspräsidenten Barroso und EU-Gentechnik-Kommissar Dalli,  Text siehe unten. Sie können auch eine E-Mail an die MinisterInnen der anderen Länder schicken. Die bekommen sie dann in der jeweiligen Landessprache. Wählen Sie dazu das Zielland unter "Adressat/An".)

 

Sehr geehrte Frau Aigner, sehr geehrter Herr Röttgen,

Kommissionspräsident Barroso und Verbraucherschutz-Kommissar Dalli haben soeben zum ersten Mal seit 12 Jahren den Anbau eines gentechnisch veränderten Organismus genehmigt. Eine Entscheidung, die unsere Gesundheit und Umwelt unnötig gefährdet. Ich wende mich deshalb heute an Sie, damit Sie unsere Lebensmittel vor gentechnisch veränderten Pflanzen schützen. Mit ihrer Entscheidung hat die Kommission die Sicherheitsbedenken, aber auch den Willen einer klaren Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Europa und Deutschland ignoriert. Ich habe den Eindruck, dass der Kommission die Interessen der Industrie wichtiger sind als die Erfüllung ihrer Pflichten gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern.

Das gegenwärtige europäische System zur Bewertung von gentechnisch veränderten Pflanzen und Lebensmitteln ist nicht angemessen. Im Dezember 2008 waren alle Mitgliedsstaaten einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass die europäischen Gesetze nicht richtig umgesetzt werden und die Sicherheitsüberprüfung verbessert werden muss. Unter diesen Umständen darf die EU-Kommission keine weiteren Zulassungen erteilen. Deshalb fordere ich ein Moratorium für alle Zulassungen von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln und vor allem deren Anbau und fordere Sie als federführende Ministerin auf, dafür zu sorgen, dass Deutschland im Ministerrat gegen jegliche weiteren Zulassungen stimmt.

Die Risiken, die gentechnisch veränderte Organismen für die Gesundheit und Umwelt darstellen, sind nicht ausreichend bewertet. Ich will eine Zukunft ohne Gentechnik und mit einer vielfältigen Landwirtschaft, die uns auch künftig gesunde Lebensmittel garantiert. Bitte stellen Sie sicher, dass Bürgerinnen und Bürger, die Landwirtschaft und die Umwelt vor gentechnisch veränderten Organismen geschützt werden und unser Recht auf gentechnikfreie Ernährung und Landwirtschaft auch von der Europäischen Kommission respektiert werden.

Hochachtungsvoll,

[Ihr Name]

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BASF-Kartoffel "Amflora"

Alle wichtigen Infos zur Zulassung, weitere Nachrichten und Hintergründe finden Sie in unserem Dossier:
 Amflora

Wie wird entschieden?

Die Zulassungen von gentechnisch veränderten Organismen müssen ein kompliziertes Entscheidungsverfahren durchlaufen, das sogenannte Komitologieverfahren. Das Bundesamt für Naturschutz erklärt, wie es abläuft.
 BfN: Komitologieverfahren

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Gentechnik-Diktatur in Brüssel

Über die Absurdität des politischen EU-Verfahrens und die unklare Linie der Bundesregierung berichtet Benny Haerlin von Save Our Seeds:
 Artikel Benny Hearlin

Flyer - Gute Gründe gegen Gentechnik

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