Einmal mehr wird aus der Emnid-Umfrage klar: Die Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Auch 60% der FDP-Wähler können Gentechnik-Lebensmitteln wenig abgewinnen. Es wird außerdem deutlich, dass die meisten Deutschen keine Steuergelder dafür hergeben wollen.
Eine Allensbach-Studie zu Umweltfragen im Auftrag des bayerischen Staatsministeriums zeigt: 74% der Bayern sind gegen den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft, 71% für ein Verbot des Anbaus von Gentechnik-Pflanzen. Auch beim Thema Lebensmittel sind die Bayern kritisch: 71% ist es beim Kauf von Lebensmitteln sehr wichtig, dass sie gentechnikfrei sind.
● Bayerisches Staatsministerium, Juni 2009
Ökotrend Bayern
In der jüngst von SLOW FOOD in Auftag gegebenen Studie zum Thema Genfood wird die ablehnende Haltung der Deutschen noch einmal bestätigt. Die Forsa-Studie spiegelt die Einstellungen zu gentechnisch veränderten Lebensmitteln und zur Verfütterung von gentechnisch verändertem Futter wieder und entschlüsselt die Meinung zu den jeweils unterschiedlichen Argumenten gegen die Gentechnik.
Bei der Studie wird u.a. deutlich, dass mehr als drei Viertel aller Bundesbürger (78 %) gentechnisch veränderte Lebensmittel auch dann ablehen, wenn sie billiger als herkömmliche Lebensmittel sein sollten. Aber auch, dass 81 % aller Bundesbürger der Meinung zustimmen, dass von der Gentechnik unkalkulierbare Auswirkungen auf die Kreisläufe der Natur ausgehen.
Forsa, Mai 2009
Umfrage zu Meinungen zu Gentechnik
In dieser Emnid-Umfrage im Auftrag von Campact wurde gefragt, ob Landwirtschaftsministerin Aigner den MON 810 verbieten soll und ob sich das Anbau-Verbot auf die Wahlentscheidung auswirkt.
Emnid, April 2009
Ziel der Studie war es, herauszufinden, ob sich innerhalb der letzten Jahre die Haltung der Verbraucher gegenüber genmanipulierten Nahrungsmitteln verändert hat. Thematisiert wurde die Einhaltung der Kennzeichnungspflicht, die Akzeptanz bestimmter genmanipulierter Nahrungsmittel sowie die Perspektive genmanipulierter Nahrungsmittel.
Laut dieser Umfrage der Universität Gießen sind Verbraucherinnen und Verbraucher gegenüber dem potentiellen Nutzen der Gentechnik sehr kritisch. Für die Mehrheit der Befragten sind die Auswirkungen des Anbaus von Gentechn-Pflanzen nicht kontrollierbar.
84% der Befragten kennen die Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" bereits von der Verpackung. 73% der Befragten erwarten, dass bei einer Kennzeichnung der gesamte Produktionsprozess frei von Gentechnik sein sollte, und 74% lehnen ab, dass Produkte die Kennzeichnung erhalten dürfen, wenn die Tiere lediglich einen festgelegten Zeitraum vor der Gewinnung des Lebensmittels gentechnikfrei gefüttert worden sind.
● Universität Gießen, Dezember 2008
Lebensmittelkennzeichnung „ohne Gentechnik“: Verbraucherwahrnehmung und -verhalten
80 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher wären bereit, für Milchprodukte ohne Gentechnik mehr als bisher zu zahlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Greenpeace-Umfrage vom November 2008.
Die Umfrage wurde von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag von Greenpeace durchgeführt. Die Mitarbeiter der GfK befragten per Telefon 1000 Männer und Frauen. Das Ergebnis war eindeutig: Rund 85 Prozent der Verbraucher in Deutschland wollen, dass Milchkühe kein gentechnisch verändertes Futter erhalten. Zwei Drittel würden sich, wenn sie die Wahl hätten, für das Produkt mit dem Hinweis ohne Gentechnik entscheiden.
● Greenpeace, November 2008
Verbraucherumfrage zu Milch ohne Gentechnik

Wer die Wahl hat, kauft auch GV-Lebensmittel. Dies ist das angebliche Ergebnis einer von der EU-Kommission in Auftrag gegebenen Studie. Beim genaueren Hinsehen treten allerdings Ergebnisse zu Tage, die ganz anders interpretiert werden dürften, als es die größtenteils gentechnikfreundlichen Wissenschaftler und Organisationen, die die Studie durchführten, getan haben. "Das Problem liegt bei der kaum zu entziffernden Kennzeichnung", schlussfolgert Stephanie Töwe-Rimkeit, Campaignerin bei Greenpeace, aus der Studie. "Denn die meisten der Verbraucher wussten gar nicht, dass sie Gen-Food kauften. Sie verlassen sich darauf, dass der europäische Markt frei von Gentechnik ist".
Tatsächlich finden sich in den Regalen kaum Gentech-Produkte. Nur in sechs Ländern fanden die Forscher gekennzeichnete Lebensmittel. In den meisten Fällen handelt es sich um Soja-Öl oder Margarine, oft in Großpackungen für die Gastronomie.
● King's College London, Oktober 2008
Verbraucherstudie - deutsche Zusammenfassung
Downloads - Consumerchoice
Die Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zeigt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher Gentech-Produkte mehrheitlich ablehnen: Über 80 Prozent der TeilnehmerInnen bieten für die nicht genveränderten Produkte einen höheren Preis als für die genveränderte Variante. Höchstens ein Preisabschlag von etwa 50 Prozent wäre erforderlich, damit Verbraucher in Deutschland auch genetisch veränderte Lebensmittel in ihren Einkaufskorb legen würden. Außerdem wurden die Auswirkungen unterschiedlicher Kennzeichnungsregeln auf das Verhalten der KonsumentInnen untersucht.
● ZEW, Mai 2008
Does Mandatory Labeling of Genetically Modified Food Grant Consumers the Right to Know?
Die vom Online-Netzwerk Campact in Auftrag gegebene repräsentative Emnid-Umfrage zeigt, dass 70 Prozent der Deutschen, 80 Prozent der Bayern und 75 Prozent der CSU-Wähler/innen für ein Verbot des Anbaus von MON810 sind.
Emnid Umfrage bundesweit (September 2008)
Emnid Umfrage Bayern (September 2008)
Gentechnisch veränderte Lebensmittel finden keine Akzeptanz bei den deutschen Verbrauchern. Ein Großteil der Befragten hält zudem die gegenwärtige Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Organismen für verbesserungs- würdig oder nicht ausreichend. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der GfK Marktforschung.
GfK Marktforschung, Feb. 2007
Verbraucher sehen Gentechnik kritisch
Nur 5% der Befragten glauben der Staat tue im Bereich Gentechnik genug, um die Sicherheit und die Gesundheit zu gewähren. Alle Ergebnisse sind in einer Broschüre vom BMU veröffentlicht.
● Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag vom BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit), Dezember 2006.
Ergebnisse der Studie zum Thema Umwelt
Auszüge zum Thema Gentechnik
Nach der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Produkt + Markt im Auftrag der Naturkost- Zeitschrift »eve - ernährung vitalität erleben« lehnen 85 Prozent der befragten Bio- Konsumenten den Einsatz der Agrar-Gentechnik ab. Bei Verbrauchern, die selten auf Bio- Produkte zurückgreifen, sind es 72 Prozent.
● Meinungsforschungsinstitut Produkt + Markt, Im Auftrag von "eve - ernährung vitalität erleben", Mai 2006.
Umfrage Ergebnisse
Von über 1.400 bundesweit angeschriebenen Einrichtungen erklärten sich lediglich 37 bereit, Essen ohne Gentechnik auf den Tisch zu bringen, 19 davon mit Einschränkungen. 32 weitere Anbieter formulierten ihre Schwierigkeiten beim Anbieten von Essen ohne Gentechnik.
● Verbracherzentrale Baden-Württemberg, März 2006.
Essen ohne Gentechnik in der Gemeinschaftsverpflegung (223 KB)
Mehr als drei Viertel, nämlich 79 Prozent der Bundesbürger, lehnen gentechnisch veränderte Bestandteile in der Nahrung ab. Nur 17 Prozent gaben an, dass ihnen diese Frage egal ist, wenn der Preis stimmt.
● Forsa-Umfrage im Auftrag von Slow Food e. V., Aug. 2005.
Ergebnisse einer Forsa-Umfrage (92 KB, 30/07/2005)
Slow Food e. V.
Für knapp 90 Prozent ist es „wichtig“ oder „äußerst wichtig“, dass Gen-Lebensmittel klar gekennzeichnet sind.
● emnid im Auftrag der Welthungerhilfe, Okt. 2003.
Ergebnisse einer emnid-Umfrage (19 KB)
Welthungerhilfe
Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Wickert-Institut in Hildesheim befragte deutsche Landwirte nach ihrer Einstellung zur Gentechnik in der Landwirtschaft.
● Greenpeace, Okt. 2003.
Ergebnisse einer Umfrage des Wickert-Instituts (135 KB, 10/2003)
Europeans and Biotechnology
A report to the EC Directorate General for Research from the project "Life Sciences in European Society".
Europeans and Biotechnology in 2005: Patterns and Trends
Eurobarometer 64.3 (539 KB, Mai 2006)
Europeans and Biotechnology in 2002
Eurobarometer 58.2 (129 KB, Dez. 2003)
Europeans, science and technology Dezember 2001
Eurobarometer 55.2 (101 KB, Dez. 2001)
The Europeans and Biotechnology in 2000
Eurobarometer 52.1 (2,44 MB, März 2000)
A Report of the PABE research project funded by the Commission of European Communities.
● Claire Marris, Brian Wynne, Peter Simmons and Sue Weldon, Dez. 2001.
Finalreport (936 KB)
lancs.ac.uk
● Zahlen und Statistiken:
Was wächst wo?
● Amflora:
Zugelassen aber nicht gefragt

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